München ist als eine sagenhaft schöne Stadt mit vielerlei Sehenswürdigkeiten und kultureller Vielfalt bekannt. Zur Adventszeit ist diese Stadt jedoch besonders einladend. Dieses Jahr haben wir uns als Gemeinschaft dazu entschlossen dieser eindrucksvollen Stadt zu dieser herrlichen Zeit beizuwohnen und dabei auch wichtige Themen anzusprechen, welche unsere Gemeinschaft betreffen.

Dabei ging es um die Wahl des neuen Vorstandes sowie darum, den Jahresrückblick in der Gemeinschaft zu besprechen und auch Pläne für die Zukunft zu erarbeiten. Nebst dem Jahresbericht und dem Finanzbericht besprachen wir auch den aktuellen Stand in der Beratungsstelle. Ein Highlight war der Überblick von unserem neuen Vorstandsmitglied Arbi Dhaouadi zum Seminaraufbau über das Verhältnis der Menschenrechte (AEM) und all die spannenden, vielfältigen Möglichkeiten, die der Koran für einen humanistischen Zugang bietet. Diese Arbeit bildet eine theologische, humanistische Grundlage für unseren Verein.

Wir waren produktiv und jeder hatte die Gelegenheit sich einzubringen und persönliche Erwartungen wie auch Erfahrungen zu äussern. Nun haben wir eine gute Vorlage an Ideen und Projekten, die wir im neuen Jahr zusammen anpacken können, so Gott will. Möge Gott uns bei der Erreichung der Ziele behilflich sein. Amin.

Am nächsten Tag ging es dann weiter mit einem Workshop zu einem Thema, welches leider immer noch in der muslimischen Ummah aktuell ist: Zwangsheirat. Im Inputreferat von Kerem Adıgüzel haben wir uns damit befasst, was alles unter den Begriff der Zwangsheirat und der Zwangsehe fällt, welche Heiratsformen wo Überschneidungen mit Zwangsheirat haben, was dies alles mit den Muslimen zu tun hat und welche möglichen Fragestellungen wir als Verein angehen können.

Anschliessend wurden in Form einer dynamischen Podiumsdiskussion Lösungsansätze, Ursachen für diesen Sachverhalt und auch koranische Gegenargumente betreffend des Konzepts der Zwangsehe ausdiskutiert und festgehalten. Jeweils drei Mitglieder der Gemeinschaft besprachen das Thema auf dem Podium. Der Rest durfte sich einzeln zu Wort melden und weitere Anliegen in die Diskussion einbringen. Danach wurden nach einer bestimmten Zeit die Rollen gewechselt und andere Mitglieder nahmen ihre Plätze im Podium ein. Dies ging so weiter, bis jeder die Möglichkeit hatte, sich im Podium mit anderen Mitgliedern auszusprechen. Eine sehr dynamische Debatte entstand, woraus sehr interessante Ansätze resultierten.

Das langfristige Ziel dieses Workshops ist es, neben der Sensibilisierung der Teilnehmer selbst, ein Positionspapier und eine Argumentationsgrundlage zu erarbeiten, welche wir den entsprechenden Fachstellen bieten und in unserer eigenen Beratungsarbeit verwenden können. Damit können wir diesem unislamischen Brauch entgegenwirken.

Um nach dieser lebhaften Runde wieder ein wenig zu entspannen, beendeten wir diesen spannenden Tag mit Dhikr und Gebet, was uns half vertiefte innere Ruhe zu finden.

Natürlich liessen wir uns all die kulinarischen Vorzüge, welche München zu bieten hat, nicht entgehen und probierten verschiedene Köstlichkeiten aus. Nebst Abstechern in einem türkischen Restaurant und in einem syrischen Süssigkeitsladen assen wir bei unseren uigurischen Geschwistern. Zum Einen aus Solidarität für unsere Geschwister in Xinjang, zum Anderen jedoch, weil die Speisen, welche die Uiguren uns servierten, vorzüglich schmecken.

Wir wären aber nicht in München gewesen, hätten wir nicht in einem bayerischen Wirtshaus gespiesen. Dort wurden wir mit heimischen Leckereien verwöhnt.

Für einen unserer Geschwister gab es zudem noch ein besonderes Highlight. Dieser kam nämlich am Sonntagabend zum ersten Mal in den Genuss von frischem Sushi, und es war wirklich delikat!

Wir genossen die festliche Stimmung am Münchner Weihnachtsmarkt und nutzten die Gelegenheit, die ganze Stadt vom Olympiaturm aus zu bewundern.

Alles in allem war die Versammlung wieder einmal eine sehr wertvolle Erfahrung, die unsere Gemeinschaft gestärkt und uns allen viel Freude bereitet hat.

Gottes Segen und Frieden seien mit euch!


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